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Die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen
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Chemische Reaktionen laufen mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten ab. Das Rosten von Eisen, das Faulen von Obst etc. brauchen sehr lange, während die Knallgasreaktion, das Explodieren von Nitroglycerin etc. extrem schnell ablaufen.
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erstes Missverständnis
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Bei exothermen Reaktionen wird sehr viel Reaktionsenergie freigesetzt. Man könnte nun meinen, dass eine Reaktion um so schneller abläuft, je mehr Energie freigesetzt wird. Das ist nicht korrekt: Die Reaktionsgeschwindigkeit ist unabhängig von der Reaktionsenergie. Es gibt sehr exotherme Reaktionen, die recht langsam ablaufen, und umgekehrt gibt es schwach exotherme oder sogar endotherme Reaktionen, die sehr schnell ablaufen.
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Reaktionsgeschwindigkeit hängt nicht von der Reaktionsenergie ab! |
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zweites Missverständnis
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Nicht alle Reaktionen, die sehr schnell ablaufen, sind gleichzeitig spektakulär wie die Explosion von Dynamit. Es gibt auch "unauffällige" Reaktionen, die extrem schnell verlaufen. Musterbeispiel hierfür ist die Neutralisation von Salzsäure und Natronlauge, deren exothermer Verlauf sicherlich keinen Schüler vom Hocker reißt.
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Auch eine endotherme Reaktion kann schnell verlaufen! |
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Problemstellung
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Nachdem wir diese beiden Missverständnisse ausgeräumt haben, stellt sich die Frage, von welchen Faktoren denn die Reaktionsgeschwindigkeit genau abhängt, und vor allem, wie man die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion möglichst genau messen kann.
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Nächstes Kapitel:
Wie kann man die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion messen?
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